Dr. Werner Nohl · Landschaftsarchitekt · Honorarprofessor (TU München)

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auf den Seiten der Werkstatt für Landschafts- und Freiraumentwicklung.

Hier finden Sie Informationen über das Büro, Arbeitsschwerpunkte, Publikationen und Anderes. Sie können zwischen einer deutschen und einer englischen Version wählen. Zusätzlich sind am linken Rand der Seiten einige fachbezogene Themen aufgelistet, die gelesen und/oder herunter geladen werden können. Es ist geplant, diese Themenliste hin und wieder durch Beiträge von allgemeinerem Interesse zu erweitern.

Im Einzelnen enthalten die nachstehenden Seiten:
- eine Kurzbeschreibung des Büros
- eine Liste ausgewählter Projekte
- eine Liste ausgewählter Veröffentlichungen
- Literatur zum Thema "Landschaftsästhetik"
- Ansichten und Meinungen Anderer

Hinweise und Neuigkeiten

Bestellschein für das neue Buch von Werner Nohl "Landschaftsästhetik heute. Auf dem Wege zu einer Landschaftsästhetik des guten Lebens"

Das Buch kann über jede Buchhandlung bestellt werden (ISBN 078-3-86581-712-9). Sie können bei Bedarf aber auch gerne den angefügten Bestellzettel benutzen.

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Das ist Natur!? - Landschaftästhetisches Erleben und Naturbewusstsein in der Gesellschaft

Der nachstehende Vortrag wurde im November 2015 auf dem Symposium der Michael Otto Stiftung: ‚Naturschutz auf dem Holzweg? – Ein Symposium über einen Naturschutz im Wandel’ in Hamburg gehalten. Ausgehend von den Analysen, dass die bisherigen Strategien für Naturschutz offensichtlich nicht ausreichen, die kontinuierlichen Verluste an Biodiversität in Deutschland zu stoppen, wird dafür plädiert, die Bevölkerung stärker in die strategischen Überlegungen einzubeziehen. Konkret geht es darum, das Naturbewusstsein der Bevölkerung für die Naturschutzbelange zu mobilisieren, wobei insbesondere der emotionalen Komponenten des Naturbewusstseins und damit den landschaftsästhetischen Bedürfnissen der Menschen (wieder) verstärkt Beachtung geschenkt werden sollte. Wer dem natur- und landschaftsästhetischen Anliegen der Bevölkerung entgegen kommt, gewinnt einen mächtigen Partner in der Auseinandersetzung um Natur und Landschaft.

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Landschaftsästhetische Erlebensmodi: zu den Formen landschaftsästhetischen Erlebens heute

Als Reaktion auf die überwältigenden, überall sichtbaren Veränderungen in der Landschaft, wie sie in der Vergangenheit insbesondere durch die Intensivierung der Landnutzungen hervorgerufen wurden, wandeln sich gegenwärtig auch die Formen landschaftsästhetischen Erlebens. In der Vergangenheit war das "Schöne" der grundlegende Modus, in dem Landschaft ästhetisch erlebt und angeeignet wurde. Diese Monopolstellung hat das Schöne jedoch inzwischen verloren. Das vorliegende Referat, das auf einer Tagung der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon in Zürich gehalten wurde, diskutiert neben dem "Schönen" (der traditionellen Kulturlandschaften) neue ästhetische Erlebensmodi wie das "Interessante" (der periurbanen Landschaften), das "Nüchterne" (der intensiv genutzten Agrar- und Waldlandschaften) sowie das "Faszinierende" (der Spontanlandschaften), grenzt sie gegeneinander ab, und zeigt auf, dass sie derzeit ihre volle ästhetische Entfaltung oftmals (noch) nicht erreichen können. Es deutet sich aber auch an, dass mit der Herausbildung der neuen ästhetischen Erlebensmodi große Chancen einer nachhaltigeren Landschaftsentwicklung verbunden sind.

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Landschaftsbildbewertung – Problemaufriss und weiter führende Überlegungen

Das Landschaftsbild ist eine endliche Ressource und damit ein kostbares Gut. Daher sind nach der Naturschutzgesetzgebung Eingriffe in das Landschaftbild zu vermeiden, zu vermindern und ggf. zu kompensieren. Diese Eingriffsregelung gilt auch für Windkraftanlagen und Windparks, die zu den privilegierten Bauvorhaben zählen. Um Ausgleich und Ersatz konkret zu ermitteln, sind in den letzten Jahrzehnten eine Reihe von Bewertungsverfahren erstellt worden. Die von mir entwickelten Ansätze zur Bestimmung der Kompensation bei Eingriffen mastenartiger Bauwerke in das Landschaftsbild (Nohl, 1993) werden heute in vielen Bundesländern angewandt.

Das nachstehende Referat, das auf dem Symposium "Landschaftsbilder zeitgemäß bewerten" an der Universität Duisburg-Essen im November 2007 gehalten wurde, setzt sich insbesondere im Hinblick auf das landschaftsästhetische Zerstörungspotential heutiger Windkraftanlagen kritisch mit den eigenen Verfahrensansätzen auseinander, zeigt aber auch Verbesserungsmöglichkeiten auf.

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Grünland und Landschaftsästhetik - Die ästhetische Bedeutung von Grünland und die Auswirkungen vermehrten Grünlandumbruchs auf das Landschaftsbild

Seit einigen Jahren ist wieder ein verstärkter Grünlandumbruch in der Bundesrepublik Deutschland zu beobachten. Der Grund für die Umwandlung von Grünland in Acker ist der Anbau von Pflanzen zur Energiegewinnung, insbesondere von Mais. Die Biogasanlagen werden nicht mehr nur mit Mist, Gülle, Klärschlamm und pflanzlichen Stoffen gefahren, die im Alltag der landwirtschaftlichen Betriebe anfallen. Wenn aber zum Zwecke pflanzlicher Energiegewinnung Äcker in Überschwemmungsgebieten und auf anderen nicht ackerfähigen Standorten angelegt werden, dann hat diese Aufgabe der "guten fachlichen Praxis" erhebliche Folgen für das Landschaftsbild. Der nachstehende Artikel, der auf einem Vortrag in der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm (bei Rügen) basiert, setzt sich mit der Bedeutung des Grünlands für das ästhetische Erleben der Landschaft auseinander und fragt nach den Folgen vermehrten Grünlandumbruchs für das Landschaftsbild als grundlegende Resource einer landschaftsbezogenen und naturverträglichen Erholung/Tourismus.

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Landschaft und Gesundheit

Die Landschafts- und Freiraumplanung hat Landschaft schon immer als Gesundheitsressource verstanden. Jetzt entdecken "benachbarte" Wissenschaftsdisziplinen (Umweltwissenschaften, Medizin, Hygiene, Soziologie, Psychologie) das Feld. Und das ist gut so! Wir brauchen Bündnispartner, denn Landschaft wird immer mehr zum Standort und Träger sperriger Infrastrukturen (Verkehrstrassen, Freileitungen, Windkraftfarmen, Antennenträgern usw.) Wie verträgt sich diese Entwicklung mit dem Gesundheitsaspekt?

Mit diesem Konfliktfeld beschäftigt sich der Vortrag "Bleibt der Faktor `Gesundheit`in der Landschaft auf der Strecke?", gehalten im Rahmen der Fachtagung "Landschaft und Gesundheit" des Landschaftsverbandes Rheinland in der Thomas-Morus-Akademie Bensberg (veröffentlicht in: Landschaftsverband Rheinland (Hg.), "Landschaft und Gesundheit", Heft 62 der Beiträge zur Landesentwicklung, 74-87. Köln 2010).

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Die Rolle der Landschaftsästhetik bei der regionalen Identitätsfindung

Regionale Identität beruht auf der Teilhabe an physischen, sozialen oder kulturellen Besonderheiten einer Region als Voraussetzung dafür, dass sich die dort lebenden Menschen mit dieser Region identifizieren können. Zu solchen Besonderheiten zählen gewiss Sprache, Geschichte, Kulturgüter, typische Agrar- und Industrieprodukte u.v.m. Fast immer aber und nicht selten vorrangig entzündet sich regionale Identität an heimischer Landschaft. Ohne die ästhetische Freude am eigentümlichen Charakter der Landschaft sind regionale Identitätsäußerungen kaum vorstellbar. Aber Landschaften sind nicht alle gleich. Daher versucht das nachstehende Referat, das auf dem Deutschen Landschaftspflegetag 2011 in Bergisch Gladbach bei Köln gehalten und in: Kulturlandschaft und regionale Identität (Landschaftsverband Rheinland/Deutscher Verband für Landschaftspflege, Hg.). Arbeitsstudien (Schr.-R. des LVR), Heft 40, 7 – 16 , Köln 2012 veöffentlicht wurde, genauer zu ergründen, welche emotional-ästhetischen Identifikationsprozesse in traditionellen Kulturlandschaften, in intensivierten Agrarlandschaften und anderen modernen Landschaftstypen angeregt werden, und wie Landschaftsästhetik zur Entwicklung regionaler Identität beitragen kann.

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Zielkonflikte in der Landschaft - Ästhetik und Freizeit

Der nachstehende Text "Zielkonflikte in der Landschaft - Ästhetik und Freizeit" erschien Anfang 2009 in dem von Hans-Dieter Collinet und Franz Pesch herausgegebenen Buch ´Stadt und Landschaft´, Klartext Verlag, Essen. Die Beiträge des Buchs kreisen um das Thema des Bedeutungswandels der Landschaft in der Stadtentwicklung, und ordnen sich in die Abschnitte ´Transformation der Landschaft´, ´Stadt und Freiraum´ sowie ´Stadt und Region´ ein. - Der hier nachzulesende Text versucht aufzuzeigen, dass eine erfolgreiche Vermittlung bei Zielkonflikten zwischen Ästhetik und Freizeit in den stadtnahen Landschaften auf die Unterscheidung tragfähiger landschaftsästhetischer Erlebensmodi angewiesen ist, die selbst wieder der Ausdifferenzierung der heutigen Landschaft geschuldet sind.

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Verlust der Stille

Die Befürworter der sogenannten „Energiewende“ werden nicht müde, den Nutzen der regenerativer Energie (Windkraft, Photovoltaik, Biogas) auch unter Rückgriff auf Prognosen aufzuzeigen, wobei die Voraussagen umso abenteuerlicher ausfallen, je größer die Prognose-Zeiträume angesetzt sind. Andererseits erfahren wir jedoch so gut wie nichts über die mit diesen landschaftsfressenden Energiequellen verbundenen kulturellen Verluste, die sich insbesondere über die damit verbundenen immensen landschaftsästhetischen Schäden und Beeinträchtigungen erklären. Der nachstehende Artikel „Der Verlust der Stille“, erschienen am 21. April 2014 im Berliner Blog ‚Klimaretter.info’ stellt dem real zu erwartenden energetischen Nutzen die landschaftsästhetischen Kosten gegenüber, um eine Vorstellung vom wahren Ausmaß der kulturellen Zerstörungen zu geben, die diese Form der Energieproduktion in der Landschaft nach sich zieht.

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Landschaftsästhetische Auswirkungen von Windkraftanlagen

Angesichts der flächigen Verbauung der freien Landschaft mit Windparks und Einzelanlagen nicht nur im Norddeutschen Tiefland und seinen südlichen Randgebirgen sondern nun auch im Süddeutschen Stufenland sowie in den Alpenvorländern wird im nachstehenden Beitrag, der im März 2010 im Fachjournal "Schönere Heimat" des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V. veröffentlicht wurde, versucht, den ästhetisch-rechtlichen Kontext, in dem sich derzeit die Errichtung von Windkraftanlagen abspielt, näher zu beleuchten. Dazu werden Hinweise in einschlägigen Gesetzen und Gerichtsurteilen zusammengestellt und kritisch diskutiert. Andererseits werden unter Rückgriff auf Wahrnehmungsmodalitäten die vielfältigen landschaftsästhetischen Auswirkungen von Windkraftanlagen detailliert erläutert, um aufzuzeigen, wie über fachlich-ästhetische Ansätze die Leerformeln und unbestimmten Rechtsbegriffe in der Gesetzgebung sowie die zweifelhafte Rechtspraxis in Gehemigungsbehörden und Gerichten überwunden werden können.

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Bausteine einer Friedhofskultur für die Zweite Moderne

Friedhöfe sind keine selbstverständlichen Orte mehr. In ihrer unveränderten Orientierung am Modell der großen, gründerzeitlichen Bezirks- und Zentralfriedhöfe können sie den gewandelten kulturellen und gesellschaftlichen Ansprüchen, die die Menschen heute an Friedhöfe als Bestattungs- und Trauerorte stellen, nicht mehr gerecht werden. Auf der Suche nach Hinweisen auf eine neue, zeitadäquate Friedhofskultur wird im nachstehenden Aufsatz „Bausteine einer Friedhofskultur für die Zweite Moderne“, dem ein Vortrag im Arbeitskreis „Friedhof Köln“ zugrunde liegt, auf derzeit beobachtbare Charakteristika im Trauerverhalten zurückgegriffen. Der Aufsatz wurde von AETERNITAS, Verbraucherinitiative Bestattungskultur, Königswinter, ins Netz gestellt, und kann dort (siehe unten: << weitere Information) oder auch von dieser Seite (siehe unten: << Download) heruntergeladen werden.

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Impressum · Kontakt · Letzte Aktualisierung: 11.06.2016

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